Amerika

Amerika, das ist das Land,

Welches einst Colubus fand.

Er fuhr mit einem Schiff hinüber,

Mir wär' Fliegen weitaus lieber.

Nur in Gedanken bin ich dort,

Denn leider kann ich hier nicht fort.

Ich muss schaffen wie ein Tier,

Bloß den Wunsch erhalt' ich mir.

 

Sternschnuppe887, 1988 / 1989

12.5.08 09:10, kommentieren

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Mein funkelnder Stern

Nachts funkeln die Sterne,

Tags funkelst Du,

Drum mache ich nachts nur

Die Äugelein zu.

Sternschnuppe887 1989 von und für einen besonderen Freund

11.5.08 20:58, kommentieren

Eine Liebe

Ich lieb' Dich, Schleswig-Holstein,  

Wo Deine Wälder steh'n.  

Ich liebe alle Flüsse,   

Ich liebe alle Seen.

 

Ich lieb' Dich, Schleswig-Holstein,  

Jeden Bach und jedes Moor, 

Ich liebe Deine Gärten 

Und jedes Scheuentor.

 

Ich lieb' Dich, Schleswig-Holstein, 

Jede Wiese, jede Au', 

Ich liebe Deine Tiere, 

Jeden Fuchs und jeden Bau.

 

Ich lieb' Dich, Schleswig-Holstein,    

Wo Deine Inseln sind, 

Wo schreien Deine Möwen, 

Und stürmisch rauscht der Wind.  

 

Ich lieb' Dich, Schleswig-Holstein,

Jedes Dorf und jede Stadt,

Ich weiß, daß jeder Flecken, 

Etwas ganz Besond'res hat. 

 

Sternschnuppe887, 1988/1989

 

 

1 Kommentar 9.5.08 21:02, kommentieren

Kleine Fische

Hallo zusammen,

draußen endlich mal schönes Wetter, und wir sitzen vor dem Computer. Irgendwas läuft da verkehrt, doch egal, wo wir schon einmal hier sind, sollte wenigstens auch ein kurzer Eintrag erfolgen.

Was es Neues gibt? Unendlich viel und doch nichts von Belang.

Allerdings habe ich in einer fast panischen Aufräum- und Suchaktion nach einem wichtigen Dokument, das leider bislang verschollen blieb, mein Gedichtbuch von früher gefunden.

Gäääähhhn!

Nein, natürlich nichts aus der Schule, selbst geschrieben- Ehrensache. Daraus stelle ich mal ein paar Gedichte ein.

Außerdem wurde ich gefragt, wieso ich nicht einfach über mich schreibe, über das, was mich bewegt und wie ich geworden bin, was ich bin.

Zu persönlich? Wahrscheinlich schon. Ob ich mich hinter den Romanhleden verstecke? Verstecken muß ich mich sicher nicht, aber Erlebtes und Unverarbeitetes ist sicher zuweilen in den Geschichten verpackt, manchmal sicher ganz unbewußt. Aber nein, ich schreibe auch wirklich gern Geschichten ganz ohne persönlichen Bezug, einfach aus der Laune 'was wäre wenn' heraus. Für eine gute Geschichte braucht es einen Plot, einen Plan und jede Menge Durchhaltevermögen, da die Geschichte nicht über die Zeit verloren gehen darf, so wie man Nebensächliches einfach vergißt.

Über Erlebtes kann ich ich frei von der Leber weg schreiben, aber wen interessiert schon, daß ich gestern im Fahrstuhl steckengeblieben bin und mir im Supermarkt eine Packung Toastbrot ins Gesicht gefallen ist, was zudem noch eine Verletzung im Gesicht nach sich gezogen hat.

Die verrücktesten Geschichten schreibt das Leben, und ich habe es oft erlebt, daß man mir sagte, ich habe ja eine geradezu übermenschliche Phantasie, nur sollte ich mich nicht lächerlich machen, indem ich so tue, als hätte ich das Geschilderte selbst erlebt. So bin ich darauf gekommen, es lieber wohl dosiert in Geschichten zu verpacken. Sozusagen reiner Selbstschutz. ;-)

Ob ich ein chaotischer Typ bin, dem das Pech an den Fersen hängt? Kann ich nicht pauschal mit 'ja' beantworten, mein Leben ist sicher bewegt, aber es läuft grundsätzlich einfach nicht alles in der richtigen Umlaufbahn. Jeder wird früher oder später an den Punkt kommen, wo Korrekturen im Leben vorgenommen werden müssen. Das ist ansich nicht schlimm, sondern eher wichtiger Bestandteil des Entwicklungsprozesses.

Und wenn ich doch über mich selbst schriebe? Einen Titel hätte ich schon mal, aber das ergab sich eher zufällig. Ich würde es 'Kleine Fische' nennen, da ich im Tierkreiszeichen Fische geboren bin. Es war ein langer Prozess, dies zu akzeptieren. Warum, ist schon eine Geschichte für sich.

Wie es zu dem Titel kam? Mir fiel ein, daß es, als ich klein war,  sonntags immer die 'Schlagerparade' auf NDR2 gab, die mein Vater und nicht verpassen durften. Wir fuhren im Auto umher, stellen den Wagen irgendwo ab, gingen spazieren und hörten danach die Musik. Im Laufe der Jahre gab es Lieder, die ich sehr mochte und welche, die ich nicht mochte. Darüber hinaus bin ich heute absolut kein Schlagerfan.

Eines der Lieder brachte mir großes Unbehagen: 'Kleine Fische' von Vader Abraham.

Während das Lied der Schlümpfe sehr bekannt ist, kann sich vermutlich niemand mehr an 'Kleine Fische' erinnern. Wen es interessiert, kann nach dem Text googlen. Es handelt davon, daß keine Mädchen eines Tages groß werden und der Vater keinen allzu großen Einfluß mehr auf das Leben der Tochter haben wird.   

Obwohl ich wahrhaftig keine Heulsuse war, habe ich bei diesem Lied all meinen Schmerz unterdrücken müssen. Mein Vater hat sicher ebenso empfunden, aber es war uns von Kindesbeinen aberzogen worden, Gefühle zu zeigen, was später zu einem zwiespätigen Verhältnis geführt hat, an dem er zumindest zerbrochen ist. Es ist aber auch die Geschichte eines Soziopathen, der die Macht über ein Kind verloren hat, das er zum Instrument seiner grausamen Spiele machen wollte, beherrscht von Manipualtion und Kontrolle, und es ist der Beweis dafür, daß selbst noch so gut gemeinte Taten im Fiasko enden können. 

Wer will das wissen?

Wozu war all dieses Leiden nötig? Ich könnte jetzt über Jesus schreiben, aber ich könnte auch einfach schreiben, daß über erlittenes Leid Erleuchtung möglich ist. Was fängt man damit an? Das muß jeder für sich selbst herausfinden - das ist unsere Aufgabe, deshalb sind wir hier.

Wem das jetzt zu pathetisch ist, kann ja das nachfolgende Gedicht lesen. Es gibt zum Auftakt ein eher ungewöhnliches Liebesgedicht.

Viel Vergnügen!

Sternschnuppe887

 

 

  

 

 

 

 

9.5.08 20:48, kommentieren

ICH

Ich würd’ gern jemand anders sein,                          Am liebsten würd’ Ich lauthals schrei’n.                  Und wenn Ich dann wer anders wär,              Dann wär’ das Leben nicht mehr schwer.

Das Ich flüchtet oft und allzu gern,                                   Und hält sich stets von Mühsal fern,                  Suggeriert sich Leichtigkeit                                     Und bringt es in den Träumen weit. 

Das Dasein ist so aufgebaut,                                         Dass niemand kann aus seiner Haut.                    Doch hat man sich erst angenommen                       Ist die Seele fast vollkommen.

Wer Ängste überwinden kann,                                Dem kündigt sich die Wandlung an.                          Im Grunde ist es nicht sehr weit -                              Ein Schritt nur zur Persönlichkeit.

Sternschnuppe887

 

 

22.4.08 14:04, kommentieren

Im Osten hamburgs nichts Neues

Was gibt es Neues aus Deiner Schreibstube:

Sternschnuppe887: „Zuerst einmal allen denen einen großen Dank, die mir trotz längerer Schreibpausen die Treue gehalten haben. Leider gibt es nicht viel Neues, was daran lag, dass ich sehr viele Überstunden abgeleistet habe, und im Anschluss an die ‚heiße Phase’ war wochenlang mein Computer kaputt. Ein geliehenes Notebook ließ sich erst gar nicht starten, und so verging mein zweiwöchiger Schreiburlaub, ohne dass ich eine einzelne Zeile geschrieben habe.“

Bist Du darüber verärgert?

Sternschnuppe887: „Sicherlich war das ärgerlich, vor allem, wenn man hinterher weiß, wo das Problem lag, aber es lässt sich nun mal nicht ändern. Ich habe die Zeit genutzt und ein Buch gelesen.“ 

In Deiner Rubrik ‚kürzlich gelesen’ wolltest Du Bücher vorstellen. Leider hast Du noch kein einziges vorgestellt. Woran liegt das?

Sternschnuppe887: „Auch wenn böse Zungen behaupten, ich würde selbst kaum Bücher lesen, so ist das sicher ein Irrtum. Die interessantesten Bücher, die ich in den letzten zwei Jahren gelesen habe, waren sicher die von Dan Brown und John Grisham, wobei ich diese im Original, d. h. in Englisch gelesen habe. Dan Brown übertreibt zwar hier und da, wodurch die Geschichte etwas unrealistische Züge annimmt, aber die Geschichten sind sehr gut aufgebaut, und er schafft es auch immer wieder, den Leser zu überraschen. Ingesamt habe ich drei Bücher von ihm gelesen. Neben ‚Illuminati’ hat mir auch ‚Deception Point’ (Deutscher Titel: Meteor) sehr gut gefallen. Von John Grisham habe ich gerade ‚The innocent man’, einen Non-Fiction-Roman gelesen, aber ‚The broker’ hat mir besser gefallen. Danach habe ich das Buch ‚Der siebte Tod’ von Paul Cleave gelesen. Ich fand es sehr spannend und auch lesenswert. Weniger gut hat bei mir Frank Schätzing abgeschnitten. Seinen Schreibstil empfinde ich recht einfach, den Roman ‚Die dunkle Seite’ war zwar recht spannend, aber ich denke noch immer darüber nach, ob der Inhalt dem Titel gerecht wird. Ich fürchte, dass die Geschichte zwar erzählt ist, ein Teil aber nicht transportiert wurde.“

Wie meinst Du das?

Sternschnuppe887: „Man kann viel sagen, ohne das Richtige zu meinen bzw. am Thema ‚vorbei schreiben’. Dank meiner Psychologiekenntnisse verstehe ich zwar, worauf er hinaus will, aber die alles entscheidende Seite sagt zuwenig über die Hintergründe. Gefühle und Stimmungen werden nicht in dem Maße erzeugt, dass man sich in diese Person hineinfühlen oder hineindenken kann. Dadurch bleibt viel auf der Strecke."

Liest Du nur Thriller?

Sternschnuppe887: „Nach der obigen Buchauswahl muss man das unweigerlich denken. Hin und wieder gönne ich mir ein Buch über gutes Deutsch oder einen anderen Roman. Ob ich ein Buch kaufe oder nicht, entscheide ich aus dem Bauch heraus. Krimis und Thriller gehören sicher zu meinen Favoriten, denn die dunkle Seite beschäftigt mich, aber es gibt auch andere Themen wie z. B. etwas über ferne Länder zu lesen. Leider sind diese Bücher oft untrennbar mit einer Liebesgeschichte verbunden. Das ist dann eher nichts für mich. Vor kurzem habe ich nach vielen Jahren wieder in Goethes Faust geschmökert. Das ist für mich ein echtes Meisterwerk!“

Wann geht es mit Deinen eigenen Plänen weiter?

Sternschnuppe887: „Das ist nicht so leicht zu sagen. Ich bin auf Kurzgeschichten umgeschwenkt, weil ich einsehen müsste, dass die Freizeit nicht reicht, kontinuierlich an einem Roman zu schreiben. Unterbrechungen sind aber Gift für die Motivation, und da Schreiben ein einsames Hobby ist, muss die Motivation von innen kommen.
Darüber hinaus steht jetzt eine betriebliche Umorganisation ins Haus, die uns noch den ganzen Sommer binden wird, und ich in meiner knappen Freizeit muss ich eben noch andere Dinge tun wie z. B. die Steuererklärung, oder nur so profane Dinge erledigen wie die Wohnung säubern.“

Hast Du jemanden, der Dir hilft?

Sternschnuppe887: „Im wesentlichen mache ich alles allein. Für die handwerklichen Dinge habe ich jemanden, der aber auch nicht immer zur Verfügung steht. In wichtigen Angelegenheiten erfordert es mehr Zeit, eine Entscheidung zu fällen, wenn niemand da ist, mit dem man sich besprechen kann.“

Du bist geschieden. Wie kommst Du mit der Situation zurecht?

Sternschnuppe887: „Im großen und ganzen komme ich damit zurecht - es bleibt mir auch nichts anderes übrig. Ich werde mich nicht beklagen, denn der Schritt war richtig, auch wenn ich verlassen wurde. Es ist allerdings nicht so einfach, ein neues Leben aufzubauen, wenn man mehr als 13 Jahre zusammengelebt hat. Dadurch, dass der Beruf kaum Freiräume lässt, sind neue Kontakte selten, bestehende Freundschaften überstehen die Trennung oft nicht, aber es gibt auch einige treue Freunde.

Der Trennungsprozess war extrem schwierig, denn an einer Ehescheidung hängt meist  jede Menge wirtschaftlicher Verlust. Das war bei uns auch so. Ich fange nun mit Ende dreißig noch einmal ganz von vorn an. Jetzt, vier Jahre nach der Trennung und zwei Jahre nach der Scheidung ist langsam alles geregelt. Es kostet dann viel Kraft, wenn der Partner sich passiv verhält und einen immer wieder mit seinen Schwierigkeiten konfrontiert. Nicht zuletzt geht es dabei fast immer um Geld, und das führt zu Unstimmigkeiten. Seit Ende Januar 2008 erst bin ich jetzt frei von akuten Beschränkungen. 

Das klingt nach mehr Freiheit. Wie wirst Du die Zeit nutzen?

Sternschnuppe887: „Das kann ich gar nicht im einzelnen benennen. Es ist eher so, dass diese Belastungen zusätzlich auf mich eingestürmt sind, und ich freue mich daher, nun langsam zur Normalität zurückzukehren. Am Anfang sollte jetzt eine Erholungsphase stehen, eine ehrliche Bestandsaufnahme, dann werde ich mal die Fühler nach einer neuen Wohnung ausstrecken, und auch etwas mehr körperliche Betätigung würde mir gut tun. Allerdings will ich nicht zu viele Projekte auf einmal angehen, denn beruflich sind demnächst einige Hürden zu nehmen, und meiner Mutter geht es gesundheitlich nicht besonders gut. Ich habe einige Kontakte vernachlässigt und nicht zuletzt meine eigenen Bedürfnisse. Es gibt also einiges aufzuholen, aber sobald sich der Trubel gelegt hat, bin ich wieder in der Schreibstube zu finden.“

Ende

1 Kommentar 17.3.08 13:24, kommentieren

... und noch ein Gedicht

Mit Zuversicht und Selbstvertrauen

Kann man ganze Städte bauen.

Mit Zweifel und Schüchternheit

Bringt man es indes nicht weit.

Sternschnuppe887

8.1.08 14:47, kommentieren